Auch Anwaltshonorare können verhandelbar sein

Trenen Sie den Weg zum Anwalt an, ist zu unterscheiden, ob es sich um eine außergerichtliche Beratung oder gerichtliche Vertretung handelt.

Außergerichtliche Beratung

Ab dem 1. Juli 2006 sind für die außergerichtliche Beratung keine gesetzlichen Gebühren mehr geregelt. Der Gesetzgeber legt hierfür in § 34 RVG fest, dass der Rechtsanwalt auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken soll.

Beispiele:

  • Außergerichtliche Beratung eines Mandanten
  • Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens
  • Tätigkeit als Mediator

Wird zwischen Mandanten und Rechtsanwalt eine Vereinbarung getroffen, kann der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts vereinnahmen. Grundlage ist hierbei der Gegenstandswert. Ist der Mandant eine Privatperson/Verbraucher wird für die Beratung eine Gebühr von jeweils max. 250 € bzw. max. 190 € für die Erstberatung in Rechnung gestellt.

Gerichtliche Vertretung und Korrespondenz

Gebühren für weiterführende Tätigkeiten eines Rechtsanwalts wie z.B. die Vertretung vor Gericht sowie die begleitende Korrespondenz mit der gegnerischen Partei werden auch weiterhin vom Gesetzgeber geregelt. Jedoch können auch Anwalt und Mandant davon abweichende Vereinbarungen treffen.

Mit einer Rechtsschutzversicherung können Sie jedoch jenen Anwaltshonoraren gelassen entgegenblicken und kommen nicht mit dem sogenannten "Zwei-Klassen-Recht" in Berührung.