Immobilien Rechtsschutzversicherung

Ob Haus- und Wohnungs-Rechtsschutz oder Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz, gemeint ist stets der Immobilien-Rechtsschutz.

Wer ist versichert?

Entscheidend ist, ob Sie Eigentümer, Vermieter oder Verpächter sind. Darüber hinaus kann der Immobilien-Rechtsschutz auch für Mieter, Pächter bzw. Nutzungsberechtigte von Grundstücken, Gebäuden oder Gebäudeteilen beantragt werden.
Entsprechend der jeweiligen Position und der sich daraus ergebenden Kostenrisiken wird die Rechtsschutzprämie individuell festgelegt. Der Versicherungsnehmer kann seine Rechte außergerichtlich und gerichtlich wahrnehmen. Zu beachten ist, dass diese Vertragsart streng objektbezogen ist. Nur die im Versicherungsschein genannten Wohneinheiten (Adresse) ist Gegenstand der Rechtsschutzversicherung.
Versichert sind alle im Inland gelegenen und selbst genutzten privaten Wohneinheiten des Versicherungsnehmers und des Lebenspartners (Einfamilienhaus, Wohnung, Ferienwohnung bzw. -haus und dazu gehörende Garagen und Abstellplätze).

Welche Kosten können erstattet werden?

Kosten für die gesetzlichen Anwaltsgebühren, Korrespondenzanwaltsgebühren, Zeugenauslagen, gerichtliche Sachverständigengebühren, Gebühren bei den Verwaltungsbehörden, Kosten der Gegenseite etc. können übernommen werden.

Versicherungsschutz ist im In- und Ausland möglich

Im Normalfall sind Objekte (auch Ferienwohnungen) in Deutschland mit einem Immobilien-Rechtsschutz zu versichern. Manche Versicherungsgesellschaften bieten auch Rechtsschutz für das selbstgenutzte Objekt im europäischen Ausland an.

Wartezeit

Beim Immobilien-Rechtsschutz besteht eine Wartezeit von 3 Monaten.

Versicherungsbeiträge

Der Immobilien-Rechtsschutz wird zum Privatrechtsschutz hinzugenommen und kostet ca. 4 Euro pro Monat extra.

Streit zwischen Mieter und Vermieter

Das Streitpotential zwischen Mieter und Vermieter ist schier unerschöpflich!

Was kann passieren? Streit entsteht bei Mieterhöhung, aufgelaufenen Mietrückständen, Kündigung, Renovierungskosten, Kautionszahlungen, Heizungskostenabrechnungen, Räumungsprozessen, Mängel an der Mietwohnung wie z.B. Schimmel im Bad, selbst veranschlagte Mietminderung wegen (angeblicher) Mängel, Kündigung wegen (vermeintlichem) Eigenbedarf, dem Grill auf dem Balkon, weil die Nebenkostenabrechnung nicht nachvollziehbar ist, Streit um die Betriebskosten allgemein, Lärmbelästigung der Kinder eines Mieters, weil der Vermieter notwendige Reparaturarbeiten nicht durchführen lassen will oder weil der Mieter nicht zahlt. Bedenken Sie, dass der Wohnungseigentümer spezielle Konfliktrisiken in Bezug auf die Eigentümergemeinschaft und den Verwalter trägt.

Immobilien-Rechtsschutz bei Eigentum

Streitigkeiten aus dinglichen Rechten

Versichert ist das Eigentum sowie der Besitz an Grundstücken oder Gebäuden. Mitversichert sind die zu einer Wohneinheit gehörenden Garagen und Kraftfahrzeug-Abstellplätze.

Nachbarschaftliche Streitigkeiten in sog. Grenzfragen

Was kann passieren? Steit wegen Bebauungsgrenzen wie Mauern an Grundstücksgrenzen, Gartengestaltung entlang der Grundstücksgrenze mit Bäumen und Sträuchern. Abwehransprüche gegen Grundstücksbeeinträchtigungen durch Geräusch- und Geruchsbelästigungen (Lärm, Ruß), unberechtigte Nutzung gemeinsamer Zufahrten. Beschädigungen des Gebäudes oder Grundstückes durch Dritte (Graffiti-Sprayer).

Steit mit den Behörden

Was kann passieren? Streitigkeiten über wiederkehrende Abgaben (Steuern und Gebühren), Risse im Mauerwerk durch Straßenbauarbeiten, ein Gebührenbescheid der Gemeinde wegen nicht erbrachten Leistungen, anteilige Höhe der Kosten neuer Bürgersteige in Ihrer Wohnstraße. Ein Steuer-Rechtsschutz bietet sich an z.B. weil die Grundsteuer falsch erhoben wurde.

Kein Versicherungsschutz besteht bei folgenden Streitigkeiten

Wenn es sich um Planfeststellungs-, Umlegungs-, Flurbereinigungs- und Enteignungsangelegenheiten sowie im Zusammenhang mit der Planung, Errichtung, Finanzierung oder Veränderung eines Grundstückes, Gebäudes oder Gebäudeteiles handelt.

Mediation

Mediation hat sich im Immobilienrecht als nervenschonendes Verfahren außergerichtlicher Konfliktlösungen besonders bewährt und wird meist mit angeboten.

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