Selbstbeteiligung bei der Rechtsschutzversicherung

Das Wichtigste gleich vorab: Eine Rechtsschutzversicherung mit Selbstbeteiligung spart Versicherungsbeiträge. Die Selbstbeteiligung sollte je Rechtsschutzfall nur einmal pro Jahr anfallen, auch wenn mehrere Leistungsarten betroffen sind. Sie muss also pro Fall bzw. Rechtsstreit bezahlt werden. Erstreckt sich ein Rechtsschutzfall über mehrere Verfahren bzw. Ansprüche, muss die Selbstbeteiligung ggf. mehrmals entrichtet werden.

Je nach Rechtsschutz-Versicherer kann man mit einer Selbstbeteiligung bis zu 30 % des Jahresbeitrages sparen. Dabei erreicht man diese hohe Ersparnis schon ab 150 € Selbstbehalt. Auf diese Weise kann der Versicherungsnehmer eine entsprechende Rechtsschutz-Police abschließen, den vollen Versicherungsschutz in Anspruch nehmen und mit der Selbstbeteiligung die Beiträge so gering wie möglich halten.

Die Selbstbeteiligung ist sinnvoll investiert, da bei z.B. 150 € oder 250 € der Streitwert in der Regel darüber liegt. Mit einer Selbstbeteiligung geht der Versicherte nicht immer wegen jeder Kleinigkeit zum Anwalt und das wird von den Versicherungsgesellschaften honoriert. Natürlich sinkt der Beitrag auch, wenn sich der Versicherte z.B. einen dreijährigen Vertrag abschließt oder auch jährlich den Beitrag entrichtet. Manche Versicherer bieten an, dass der Selbstbehalt entfällt, wenn der Fall nach einer anwaltlichen Erstberatung erledigt ist.

Gut zu wissen ist auch, dass es eine variable Selbstbeteiligung gibt, welche mit der Schadensfreiheit sinkt. So kann der Versicherer den Versicherungsnehmer Jahr für Jahr herabstufen, um letztlich keine Selbstbeteiligung mehr zu zahlen.