Eine Rechtsschutzversicherung ist steuerlich absetzbar

Die private Rechtsschutzversicherung

Obwohl nicht als Vorsorgeaufwendung anzusetzen, ist die Rechtsschutzversicherung steuerlich teilweise abzugsfähig.

Enthält die private Rechtsschutzversicherung auch einen Berufsrechtschutz ist dieser anteilig als Werbungskosten steuerlich abzugsfähig und kann in Anlage N geltend gemacht werden.

Wurde früher bei der Kombination von Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz pauschal ein Drittel angesetzt, muss heute der prozentuale Anteil exakt berechnet werden. Laut Bundesfinanzministerium (BMF) können bei der Steuerklärung Werbungskosten bei den Arbeitseinkünften für Arbeitsrechtschutz angesetzt werden. Dafür muss vom Ver­sicherungsnehmer eine Bescheinigung vom Rechtsschutzversicherer für das Finanzamt in Höhe des exakten Prämienanteils für den Arbeitsrechtschutz (pro Jahr) an der Gesamtversicherung erstellt werden. Meist liegt dieser Anteil bei ca. 40 % bis 60 % und sollte nicht verschenkt werden.

Die gewerbliche Rechtsschutzversicherung

Eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung ist steuerlich absetzbar. Im Rahmen der Selbstständigkeit ist eine Rechtsschutzversicherung unverzichtbar. Nur so können Unternehmer, Manager etc. ihr Recht ohne erhöhtes finanzielles Kostenrisiko einfordern. Ab dem Tag der Selbständigkeit ist die Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar.